Maker Faire Vienna 2018

Eine Rückschau in Bildern auf das höchst erfolgreiche Wochenende mit der Q-Box bei der Maker Faire Vienna. Gespräche,  Austausch und grosses Interesse an #QBox und  #ThermoJute. Ich bin schon sehr gespannt wie es mit Feedback, Nachfrage und neuen Projekten weitergeht.

Kranung der Q-Box 3

 

Letzte Woche wurden die beiden Module des 3.Prototyps der Q-Box mit einem 70t Kran 30m auf ihren Standort verhoben. Die Module sind aus Gewichtsgründen (jetzt 1,8t fertig über 3t) nur teilweise ausgebaut (es fehlen noch die Fenster und Türen, Fassade, Gründach, Innenausbau und Installationen), sind aber wetterfest und werden vor Ort fertig gestellt. 

#minihaus #nachhaltigWohnen #alternativWohnen #modular #modulhaus #kleinhaus #ökohaus #wohnbox #wohncontainer #mobilWohnen

Q-Box 3 erstes Modul: Wände und Boden, Rahmen und Dämmung

In den letzten Tagen entstand das erste Modul der Q-Box 3. Es geht immer leichter, schneller und effizienter, also erfolgreiche Arbeit beim Verbessern der Prototypen. 

Eine Bildgeschichte wie aus den Materialien Bauholz, Holzfaserplatten, Purenit-Bodenplatten, Thermojute und Winddichtfolie die äussere Hülle des ersten Wohnmoduls entsteht. Das Wachsen einer behaglichen Behausung.

Einreichplan für den nächsten Q-Box Prototypen abgegeben

Am Weg zur Serienreife verändert sich die Q-Box: der Aufbau wird vereinfacht, Arbeitsschritte zusammengefasst, Unnötiges eingespart und Funktionierendes verbessert. Die grösste Veränderung ist der Ersatz des Containerstahlrahmens durch Holzrahmenwände. Aufbau, Dämmung und Materialien bleiben unverändert und entsprechen unserem Credo: nachhaltig, energieeffizient und optisch ansprechend.

Der neue Prototyp verbindet die grundsätzlichen Eigenschaften von Q-Box Wohnmodulen mobil und modular mit der Herausforderung des Bauplatzes und durchläuft zum ersten Mal alle Schritte und Anforderungen einer normalen Baugenehmigung. Als neue Elemente kommen nun auch Schraubfundamente und ein extensives Gründach (Detailinfos in weiteren Artikeln) dazu.

Die beiden Module, genau in den Containeraussenabmessungen 2,44 x 6,06m, werden in einem ersten Schritt in einer nahegelegenen Halle teilweise vorgefertigt. Der erste Ausbau beinhaltet den gedämmten Holzrahmen mit Platten versehen, den teilgedämmten Dachausbau und die nach unten geschlossene und teilgedämmte Bodenkonstruktion. In dieser Ausbaustufe wiegt jedes Modul 1,7t, wird mit einem LKW zur nähesten befahrbaren Verkehrsfläche gebracht. Zusammen mit den noch nicht verbauten Materialien werden die beiden Module mit einem fahrbaren 60t Kran ca. 30m über das Nachbargrundstück auf die Schraubfundamente verhoben und verbunden.

Die Q-Box ist jetzt einmal wetterfest und im nächsten Ausbauschritt wird die Fassade angebracht, die Dachkonstruktion fertiggestellt, innen Leitungen verlegt, Lehmausbauplatten angebracht und der Schiffboden verlegt. Für alle die so etwas vielleicht einmal selbst machen, Erfahrungen mit diesen Materialien sammeln oder einfach Tiny House Luft schnuppern wollen, gibt es die Möglichkeit im Dezember/Jänner 2017 tageweise bei diesem Projekt in der Nähe von Wien mitzuarbeiten.

Autarkie und die Wasserkreisläufe

Bei allen Bestrebungen autark zu leben ist Wasser das wichtigste Element zur Unabhängigkeit. Wir brauchen Wasser als Trinkwasser, zum Waschen, den Abwasch und für das WC (water closet) oder Wasserklosett. Verschiedene Lösungen zu diesen Kreisläufen findet ihr in der Musterhaus Q-Box in der Seestadt, die zugleich Werkstatt und Entwicklungslabor ist als Vorbereitung zur autarken Version der Q-Box.

Trinkwasser

Falls wir keine eigene Quelle zur Verfügung haben ist von einer Wasserleitung in ein oder mehrere Glasgefässe abgefülltes und kühl gelagertes Trinkwasser die beste Lösung. Regenwasser ist leider keine Lösung, da darin die aus Gestein gelösten Mineralien, die wir als Spurenelemente benötigen, fehlen.

Grauwasser

Grauwasser ist fäkalienfreies, gering verschmutztes Abwasser, wie es etwa aus Dusche und Handwaschbecken anfällt. Es kann gereinigt und entkeimt immer wieder für die gleiche Nutzung verwendet werden. Bei einem stationären Gebäude kann hier eine kleine Pflanzenkläranlage (sogar auf dem Dach, siehe Wohnwagon) als Teich oder im Kunststofftank zum Einsatz kommen, wobei verdunstetes Wasser durch Regenwasser ergänzt werden muss. Für den mobilen Einsatz besonders interessant ist Showerloop, eine finnische Open Source Entwicklung die 10l Wasser in einem geschlossenen System reinigt und bei minimalen Wärmeverlusten im Kreis bewegt. (www.showerloop.org)

Küchenabwasser

Dieses Abwasser ist durch Fett und Essensreste viel stärker verunreinigt, hier muss also schon bei der Vorreinigung angesetzt werden. Eine Teigspatel aus Gummi oder Silikon macht einen sehr guten Job beim Entfernen von Essensresten und Saucen. Mit dem restlichen Abwaschwasser (mit wenig biologisch abbaubarem Spülmittel) kann eine Pflanzenkläranlage gut umgehen, in einem kleinen (weil mobilen) Kreislauf sind neue Ideen noch gefragt.

Schwarzwasser

So nennt man das mit Fäkalien verunreinigte Wasser, das aber überhaupt nicht mehr anfallen muss. Schweden haben die Idee der Trockentrenntoilette (www.separett.de) perfektioniert, in ein ansprechendes Gehäuse gebracht und lassen die Idee des Wasserklosetts, bei dem durch vermischen von Fäkalien und Urin Probleme erst entstehen, alt aussehen. Bei der Trockentrenntoilette wird Urin und Kot getrennt gesammelt und wieder in einen Kreislauf gebracht. Urin 1:8 mit Wasser verdünnt ist ein perfekter Pflanzendünger wohingegen Scheisse, in einem kompostierbaren Beutel gesammelt und vergraben, wieder zu wunderbarer Erde wird. (Friedensreich Hundertwasser: Heilige Scheisse)